Die blinden Streckenposten

Ich hab vielleicht ein anstrengendes Wochenende hinter mir, ich bin immer noch fertig .

Am Wochenende waren wir Helfer bei einem Distanzritt in dem unser Stallchef Mitveranstalter war .
Es kamen Reiter  mit ihren Pferden aus vielen Teilen Deutschlands angereist.

Die Wettbewerbe fanden in verschiedenen Distanzen zwischen 25 km und 120 km statt.

Samstags fing das an . Das war ja noch sehr lustig und lässig. Wir waren Streckenposten am Checkpoint ’30 km ‚

Zum Glück waren noch zwei andere Helfer dabei , denn meine Simulanten wären optisch nicht in der Lage gewesen so schnell im vorbeireiten die Startnummern der Leute aufzuschreiben , aus der Liste rauszusuchen und abzuhaken.

Die beiden waren dann mehr für das leibliche Wohl der Pferde und Reiter verantwortlich und reichten Getränke .

Wir sassen gemütlich am Feldweg und warteten auf die Sportler .
Manchmal kamen sie in Gruppen vorbei , dann wurde es hektisch , manche kamen einzeln und es gab auch mal ruhigere Zeiten in denen es am Checkpoint 30 sehr lustig zu ging .

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Eigentlich waren es die lustigen vier am Checkpoint , aber eine musste ja Fotos schiessen.

Am frühen nachmittag waren alle durch , manche von den Reitern auch zweimal.

Am Sonntag fing bei uns daheim schon sehr früh das Leben an .

Frau Simulantin stand schon um 4Uhr 30 auf und packte Proviant ein .

Ich dachte es ging zu einem schönem Picknick .

Kurze Zeit später stand auch schon der Herr Simulant auf.
Ich dachte noch : Der muss krank sein . Denn so früh steht der sonst nie auf , es sei denn wir fahren in Urlaub.
Und auch das Menschenkind war schon wach und ziemlich munter .

Sehr ungewöhnlich , sie schläft sonst am Wochenende gerne mal bis mittags .

Es war gerade kurz nach 6 , da ging es auch schon los .
Zuerst fuhren wir zum Stall , das Menschenkind , vergesslich wie es ist , hatte ihre Reitkappe vergessen .

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Es war noch dunkel. Zum Glück gibts in der Sattelkammer Licht .
Dann fuhren wir zum Veranstaltungsgelände .
Dort konnten sich fröstelnde Leute schon am Lagerfeuer aufwärmen

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Wir hatten aber keine Zeit dazu . Wir mussten uns um die Pferde kümmern , die schon alle vor Ort waren .

Das Menschenkind sollte nämlich Mitreiter in der Distanz von 45 km werden und die Blinden Simulanten waren die persönlichen Helfer vom Menschenkind .

Sie mussten das Pferd satteln , absatteln , kühlen….usw.

Es hat alles sehr viel Spass gemacht , aber es war auch sehr anstrengend .
Wir waren erst um 19 Uhr wieder zu Hause und alle waren fix und fertig .

Nun ein paar Bilder

Frisch und munter ‚vor‘ dem Start

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Ich durfte auch mal etwas spielen

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Während das Menschenkind ritt , machten wir eine Pause und genossen ein paar Sonnenstrahlen.

Hübsche Hundejungs gabs dort auch , ganz viele.

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Los gehts!

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Geschafft! Die Strecke von 45 Kilometer ist ohne Unfall und ohne verreiten geschafft

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Tierarztcheck , sofort nach dem Ritt. Der Puls des Pferdes wird gemessen . Es wird geschaut ob das Pferd noch klar läuft und sonst auch alles in Ordnung ist .

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Zwei Stunden warten , bis zum zweiten Tierarztcheck. Reiterin…völlig ‚fertig‘ 🙂

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So sieht ein Fahrzeug aus , das die ganzen Strecken markiert hat.

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Die Anstrengung hat sich gelohnt .

3. Platz in der Distanz von 45 Kilometer . Bravo Celina ! Aber der eigentliche Hochleistungssportler ist ja wohl das Pferd Terek!

Danke Terek das du unser Menschenkind so schnell und sicher über das Ziel gebracht hast!

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Terek , auch wenn ich dich nicht mag , weil ich irgendwie Schiss vor dir habe , aber ich muss zugeben , du bist ein HELD !

45 Kilometer ….würde ich in diesem Tempo niemals schaffen und ich kann schon gut rennen! Ich gebe dir gerne eine Möhre von meinem Essen ab.

Und nun brauche ich etwas Entspannung von meinem anstrengendem Wochenende

Bis bald

Eure Donna

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28 Kommentare

  1. Gratulation auch von mir für den hervorragenden 3. Platz an die junge ZWEIbeinerin…
    Für meinen CHEF wäre max. ein guter Kontrollpunkt – ein Platz – mit gekühltem Bier und Grillsteak in Reichweite – angemessen gewesen.
    Sein Kampfgewicht von 105 kg bei 185 cm Länge würde er sicher keinem der Pferde antun wollen – und dann noch 45 km. Da wäre ein Haflinger o.ä. (Brauereigaul) eher passend. Nur die sind jetzt alle in München auf der Wiesn…

    Euer DARIUS v. W.

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  2. Hallo Donna,
    gratuliere dem Menschenkind! Und noch mehr Terek. Ganz schön sportlich, der! Übrigens: so ein Lagerfeuer zum Wärmen hätten wir hier nicht gebraucht. Hier sind es auch am frühen Morgen schon über 20 Grad. Und außerdem sind, wegen der Trockenheit und der damit verbundenen (Wald)brandgefahr alle offenen Feuer draußen verboten. Sogar Grillen im eigenen Garten!
    Habt’s fein,
    Pit

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  3. Herrliche Bilderfolge, man kann sich die Erschöpfung vorstellen. 45 Kilometer eine wirklich beachtliche Leistung – Gratulation zum 3. Platz. Gut, dass ihr euch noch ins Gras legen konntet, so langsam wird’s ja richtig frisch draussen.
    Donna, du konntest deinen fehlenden Morgenschlaf etwas ausgleichen an diesem Tag.
    Schöne Grüße

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